Märchenwald

Sinneszelle, Muskelzelle,
Drüsenzelle, die Synapsen,
die vertrackten, takten
und verknüpfen sich zum Feuerwerk im Schattenspiel,
Autobahnen der Gefühle, Stoppschild an der Logikkreuzung,
klopfen Nervenzellen an der Ruhe, rechtes Hirn quält linke Seite,
volle Breite, mach ich nicht, will ich nicht,
zieh den Stecker mit Dionysos. Freude schöner Götterfunken.
Verkehrsberuhigung in Sekunden, ein paar Stunden Märchenwald.

(c) Sunny Möller

Szenerien

Licht an, die Szene tanzt,
Aufbau, Folge, Bild,
Was geht, geht nicht,
Szene steht, nicht ganz,
regt sich, bewegt sich,
elegant, markant, Schnitt.

(c) Sunny Möller

Herzlichen Glückwunsch! Die Gewinner stehen fest!

Die Widmungen können geschrieben werden. Nachdem die liebste Emma die Gewinner aus ihrer Hutschachtel gezogen hat, brauchen wir nur noch eure Adressen! Bitte so schnell wie möglich per Mail sunny2009de@yahoo.de an mich übermitteln! Viele Grüße von Emma und auch von ihr: HERZLICHEN GLÜHSTRUMPF an:

felia(libraryoflittleworlds)

klabauterfrau

finbarsgift

Karo-Tina Aldente

lieschenmuellergaertnert

Einen wunderbaren Start in die Woche ihr tollen Blogger!

Freundschaft Oldschool

Vor sehr langer Zeit habe ich versucht, ein klassisches Freundschaftsbuch durch die Welt zu schicken. Ich hatte damals einen Aufruf bei Facebook gestartet. Ich bin kläglich gescheitert, da das Buch „verloren“ 😡gegangen ist. Ich möchte an dieser Stelle Florian Seyfarth, Sina Günther und Sandra Bergfeld danken, die mir gezeigt haben, das das Projekt klappen könnte. Ole Popp hat mich ermuntert, es noch einmal zu versuchen! Also los, lasst die Freundschaft beginnen! Wer mitmachen möchte bei diesem spannenden Projekt, Mail mit Adresse an sunny2009de@yahoo.de. Ich bin gespannt, wie weit wir kommen und wohin wir kommen. Ich glaube an unsere Blogger-Community! Ich glaube an euch! Die Buchreise wird hier natürlich dokumentiert und jeder Freundschaftseintrag wird hier vorgestellt, samt Mensch und Blog! 💋

Mittagssonne

Alles gut soweit,
Die Mittagssonne macht sich breit.
Heiß ersehnt und lang erwartet,
Kriecht sie schüchtern, lautlos fein,
Jeder Schein, noch so klein,
kann dem Grau in Grau der Ballast sein,
streicht sich weg in seiner Farbe,
mit der Gabe voller detailgenauer Kleinigkeit,
wie schon gesagt, die Sonne macht sich breit.

© Sunny Möller

Bild vom Bild

Steh ich stumm, vor mir mit dir,
weil ich dacht, heute Nacht sind wir,
alleine hier, sehen ganz und wirr,
das Wir ist nicht hier im Dort,
vielleicht fort allein weil ich will,
so still komm ich ran dann und wann,
immer wieder an, um zu sehen,
wer ich bin, sein kann,
geh ich fort zu dem Ort,
der mich führt in dem Schein kann ich sein,
der du willst, soll ich sein, komm ich an,
ist der Weg endlos lang, schaust du weg,
fall ich hin, auf das Nichts, wo du warst,
stehe auf, suche weiter, finde dich,
Doch das Bild in deinem Spiegel,
bin nur ich.

(c) Sunny Möller

TÄUSCHUNGSMANÖVER TEIL 6 – AUF DER SUCHE NACH MR. RIGHT ODER SO ÄHNLICH – HEUTE: DER Spielzeugmann

„Timo findet es erotisch, wenn ich tagsüber mit Liebeskugeln rumlaufe und ihm erzähle, was ich so dabei fühle.“

Ich hatte mich schon gewundert, warum meine Freundin ständig so einen schrägen Blick drauf hatte. Sie traf sich seit ein paar Wochen mit Timo aus der Marketingabteilung ihrer Firma.

„Und?“

Sie lächelte etwas gequält.

„Na ja, ich probiere es gerade aus. Es ist ein bisschen so, als würde er die ganze Zeit in mir stecken. Er ruft mindestens zehn mal am Tag an und fragt den Status ab. Am Anfang fand ich das noch ganz antörnend, aber mittlerweile nervt es etwas. Außerdem fallen die Dinger raus, wenn ich niesen muss. Wenn wir uns dann abends sehen, hab ich gar keine Lust mehr auf ihn. Und sie sind rosa, Sunny! Rosa! Als ob das jemand sehen würde.“

„Wie findet Timo das?“

„Er meint, wir hätten mich noch nicht richtig ausbalanciert und sollten noch mal Nippelklemmen dazu probieren!“

Er schien sie auf irgendeine Weise spicken zu wollen wie ein Spanferkel. Ich musste lachen. Wann kommt sie auf den Lustspieß? Ich dachte an Pole-Dance.

„Und was denkst du?“

Sie musste husten und schlug ruckartig die Beine übereinander. Husten schienen die Kugeln wohl auch nicht so gut zu verkraften….

„Ich denke, ich mache Schluss!“

Gibt sie zu früh auf? Könnte ein klärendes Gespräch den Sex vielleicht doch in die richtige Richtung lenken? Gegen kleine Spielereien im Bett ist ja prinzipiell nichts einzuwenden. Ich denke, jeder trägt einen, mehr oder minder großen Fetisch in sich. Das Ausmaß ist, wie bei allen anderen Dingen, ziemlich entscheidend. Und ist es wirklich ein Fetisch oder eine Möglichkeit, der sexuellen Langeweile zu entgehen?

So hatte ich mit 20 ein paar Dates mit einem angehenden Mediziner, der im Bett plötzlich seinen Mundschutz tragen wollte und anfing, mich mit einem seiner Skalpelle zu pediküren. Außerdem schwärmte er begeistert von den Hautschichten meines Wadenbeins, während er mir die Hornhaut von den Füßen kratzte. Ich habe ihn nie wieder gesehen und doch habe ich immer das leise Gefühl, ich finde ihn irgendwann bei google zwischen Ted Bundy und Baumeister als „Skalpello, den Schlächter“, wieder.

Die Frage ist, zu welchem Zeitpunkt kommen die einschlägigen Spielzeuge ins Spiel? Oder gehen viele auch lieber gleich fremd, um den erotischen Nervenkitzel woanders aufzufrischen? Während uns in der ersten Phase der Verliebtheit auch ein Baumwollschlüpfer und ein unrasiertes Bein nicht aus der erotischen Fassung bringen, verlangt eine längere Beziehung oft nach mehr Entertainment. Es liegt ein schmaler Grad zwischen, wie toll, jetzt kennen wir uns schon so gut, dass wir exotischere Stellungen ausprobieren und oh mann, wenn wir es jetzt schon wieder von hinten in der Dusche tun, muss ich wenigstens mal anderes Duschgel besorgen.

Im Verlauf einer langjährigen Beziehung, vielleicht sind mittlerweile auch schon Kinder dabei, muss man schon erfinderisch werden, um das Feuer am Lodern zu halten. Dessous, Nippelklemmen, Dildos in allen Formen und Farben, wo man sich fragt, wo die so überall landen. Die kauft man auch nicht mehr heimlich in einer unauffälligen Verpackung, nein, man geht auf tupperähnliche Vibratorenpartys und würgt gemeinsam den Gummilurch. Wenn das nicht reicht, das Angebot ist vielfältig. Plüschhandschellen, spanische Fliege, Überraschungspakete „Super-Sexbombe“, Plugs und Liebeskugeln, also eine Rundumausstattung für jede Körperöffnung oder erogene Zone. Ist das nötig? Kommen wir sonst irgendwann nicht mehr auf Touren? Hat die sexuelle Anziehungskraft ein Verfallsdatum?

Wen haben wir noch nicht? Ich nenne ihn gerne Ed von Schleck!

© Sunny Möller

Viel Lärm um Licht…..

Viel Lärm um Licht

Letzte Nacht wachte ich kurz auf und dachte, Lichtgestalten werfen lange Schatten. Darüber wirst du morgen schreiben.

So wachte ich auf und dachte nach, im Morgenlicht. Eine gute Antwort fand sich nicht im Gegenlicht. Von Feen war die Rede, von Fußballgöttern und Filmschaffenden, von Politikern und Ärzten ohne Grenzen. Vorbilder also, aber ab wann und wer, macht aus dem Vorbild ein Abbild gleißend, blendend?

Leider sah ich kein Licht am Ende des Tunnels und war von einem Lichtblick, Lichtjahre entfernt. Wie konnte es auch sein, dass meine Hirnverwaltung, plötzlich geprägt war von Lichtgestaltung? Dennoch, die Idee brannte weiter lichterloh und keiner blies mein Licht aus, machte den Lichtblitzen den Gar aus.

Sicher, die größte Leuchte war ich nicht, aber mein Licht unter den Scheffel stellen, würde ich  nicht.

Besser wurde es trotz allem nicht, denn aufgrund von Lichtmangel durch fehlende Lichtmenge, fehlte dauerhaft der Lichtstrahl am Horizont.

Not macht bekanntlich erfinderisch und so dachte ich kurz, alle hinters Licht zu führen und Schluss. Aber in welches Licht würde es mich rücken, wenn alle voller Entzücken sähen, wo meine Schattenseiten lagen? Und dann immer wieder diese Fragen, ob ich´s denn jetzt endlich wüsste, wann die Gestalt das Licht nun küsste. Um endlich Licht ins Dunkel zu bringen, versuchte ich im Abendlicht meine Lichtempfindlichkeit zu überwinden und dachte nach….

Konnten Lichtgestalten, Licht gestalten? Wo Licht ist, ist da immer Schatten? Muss nicht Licht auf Sache treffen, um Licht zu brechen? Gibt es die Antwort erst zum Schluss? Und kommt dann so ein Lichtgestalter, bestenfalls im hohen Alter, dann geh ich freudig mit ihm. Drehe mich noch einmal um und gebe dem verbleibenden Lichtfluss einen letzten, flüchtigen Luftkuss. Tauche ein in Wolken, in die kalten und denke nur…..verdammte Lichtgestalten!

 

© Sunny Möller

Im Kopf einer Autorin

Es ist viel los im ersten Stock. Da rennen sie wieder hin und her mit irgendwelchen Zetteln, der Szenenwechsel läuft dauernd gegen die Wand. „Hey, hat einer die Inspiration gesehen?“ Leises Getuschel, zaghaftes Gelächter. Der laute Gedanke brüllt: “Die knutscht draußen mit der Idee!“ Die Einfälle verstecken sich hinter der Grammatik. „Wie bitte?“ Der Roman tobt.

„Die Lyrik hat gerade gekündigt, weil sie ein Verhältnis mit dem Ausdruck hat und jetzt das? Die Belletristik steht schon vor der Tür und alles was wir haben ist eine ideenberauschte Inspiration?“ Die Absätze versuchen den Roman zu besänftigen. „Die ersten 5 Kapitel sind doch schon auf dem Weg nach unten und der Titel wird Madame Belletristik schon beruhigen.“ Der rote Faden brachte Wein.

© Sunny Möller