Abziehbild

Du ziehst es ab von dir
und klebst es an,
an Menschen, an das Leben,
bist das, was du zu glauben scheinst,
was gewollt ist von den andern,
doch betrachtest du dich dann als Bild von oben,
bist du oftmals nur das abgezogene Papier am Boden.

© Sunny Möller

Holt euch Farbe auf den Teller!

Ofengebackenes Wurzelgemüse: Zutaten: RoteBete,Kartoffel,Karotten,Petersilienwurzel, Pastinaken, Zwiebeln,Knoblauch,Senfkörner,Koriander, Kreuzkümmel, Salz,Pfeffer,Lorbeerblatt,Olivenöl Zubereitung: Gemüse schälen -in grobe Stücke schneiden 5 Minuten blanchieren Rote Bete vorgaren in der Backröhre Bräter mit Öl erhitzen,Gemüse zugeben, bei mittlerer Hitze (ca.190° braten) ,bis das Gemüse sich hellgold verfärbt. Bräter immer wieder schwenken. Gewürzmischung dazugeben-fertig garen,etwa 45 Minuten Gewürzmischung: Pfefferkörner,Koriander,Kreuzkümmel Chilli,Zitronenabrieb Körner und Chilli […]

über Ofengebackenes Wurzelgemüse — Schnippelboy

Ganzes Ich

Sehnsuchtsvoll umfasst es Hand in Hand,
dieses unsichtbare Band,
Der Duft, Geschmack, Gefühl und Sein,
eins ist eins und dennoch meins,
dein Atem heiß zu meinem wird,
spür ich dein Herz, wie meines schlägt,
meine Haut die deine trägt,
immerzu die Augen sucht,
verlier ich mich, niemals und nicht,
denn sein kann ich mit dir, als ganzes Ich.

© Sunny Möller

losgehen

gedankenlos, schwerelos, gehst du zügellos und folgst im nichts dem ich,

fliehst vor dem freudlos, bewegst dich hemmungslos im jetzt,

es zu finden, angstlos, schonungslos und ahnungslos,

das selbstgewählte los zum glück.

zum glück.

© Sunny Möller

Pfannkuchenleidenschaft

Ich koche unglaublich gerne und die meisten Sachen gelingen mir auch ziemlich gut. Aber ich habe es bis heute nicht geschafft den ultimativen Pfannkuchenteig zu machen! Backpulver, Mineralwasser, mehr Mehl, weniger Eier, irgendwie ist er nie 100% fluffig, sondern hat teilweise eine gummiartige Konsistenz! Kann mich jemand retten? Wer von euch hat das beste Pfannkuchenrezept??? HILFE!

Schon jetzt dankend Eure Sunny

Happy? Nee!

„Happinez“ umgibt dich mit einem Schwall an Einhörnern und Schmetterlingen, dass einem übel wird. Auf fast jeder Seite schlägt dir so viel Harmonie in die Realitätsfratze, dass du glaubst, du bist schon tot und im Himmel. Relaxen, Blumen, Kraft, Natur, Harmonie, Selbstfindung, zwischendurch ein paar Postkarten mit sinnigen Sprüchen wie „Die Tränen, die ich gestern vergossen habe, sind zu Regen geworden“. Ich finde Regen scheiße und sehne mich gerade schon fast zu den trashigen Muschi-Aufklebern von FMag (Frau mag) zurück. Rezepte gab es auch irgendwie, aber die waren so vegan entrückt, dass ich kurzzeitig darüber nachdachte, ein Einhorn zu grillen. Die Farben des Magazins haben mich total angesprochen, das kann aber auch an der Suggestion mit den Filly-Pferden meiner Tochter liegen. Überliest man ein bisschen von dem 2000fach konzentriertem Seelenheil ist das Heft eine ganz nette Sonntagslektüre, wenn aus deinen Tränen Regen geworden ist, oder so…

© Sunny Möller

Emma Bee´s Käse! Ein Traum…

Tadaaa, heute präsentiere ich Euch einen meiner allerliebsten Crowdpleaser: die perfekte Käseplatte. Schnell hergerichtet, sehr, sehr lecker und dabei auch noch wunderhübsch! Die Käseplatte lässt sich sowohl als Vor- oder Hauptspeise servieren, und kann sogar ein Menü als hervorragendes Dessert abrunden. Was für ein Allroundtalent! Ich liebe Käse abgöttisch, und eine Käseplatte mit einer besonderen Auswahl…

über {Rezept} Die perfekte Käseplatte und warum Honignüsse auf gar keinen Fall fehlen dürfen… — Emma Bee

Working Mom geht mir mächtig auf die Nerven!

Alter Schwede, wie geht mir dieser Begriff „Working Mom“ auf die Nerven! Ist eine Mom dann jemand, die nicht workt und wenn Mami sein auch ansatzweise als Job zu bezeichnen ist, muss es dann nicht eher „Double Working Mom“ heißen? „Oh Gott, Sunny, es ist ein Privileg Mutter sein zu dürfen! Das hast du dir doch selber ausgesucht! Das kann man doch nicht als Arbeit bezeichnen!“ Doch kann ich!
Ist es kein Privileg, Vater sein zu dürfen und müssten die, bis aufs Stillen, nicht alles genauso machen können wie wir? Würden wir sie überhaupt lassen oder reißen wir nicht bewußt die Kinder an uns? Hat sich schon mal irgendjemand die Frage gestellt, warum es den Begriff „Working Dad“ nicht gibt? Weil es immer noch ungewöhnlich ist, dass Frau nach dem Kinderkriegen wieder arbeiten will oder muss? Es wird ununterbrochen darüber gelabert, wie wir Frauen Kind und Karriere vereinbaren können. Ich habe selten gehört, dass sich ein Mann überlegt wie er Kind und Karriere vereinbaren kann. Warum? Vielleicht ist Kind und Karriere gar nicht zu vereinbaren, weder für den Mann noch für die Frau und wenn doch, wer bleibt dann unterm Strich auf der Strecke?
Man kann die Kinder doch ganztags in gute Betreuungslager stecken, deren Wärter wir so schlecht bezahlen, dass selbst die froh sind, wenn sie unseren emotionsgestörten Nachwuchs nachmittags wieder los sind. „Quality Time“  ist die Devise. Es ist nicht wichtig, wie viel Zeit du mit deinem Kind verbringst, sondern, dass du qualitativ hochwertige Zeit mit deinem Kind verbringst! Wie hochwertig kann diese Zeit sein, wenn dein Kind bis 17 Uhr in der Betreuung steckt, danach noch Tennis, Reiten und Klavier hat und nachts mindestens acht Stunden Schlaf bekommen soll? Klar genießt jedes Kind diese „Quality Time“, gibt ja auch nicht so viel davon.
Und um nochmal auf die „Working Moms“ zurückzukommen. Sind wir nicht selber schuld an unserer Misere? Trennung, Kind bleibt zu 99 % bei der Mutter. Warum? Das Kind gehört zur Mutter! Warum? Schon durch die Geburt entsteht eine unumstößliche Bindung? Warum? Männer können das einfach nicht so mit Kindern schaffen wie eine Frau? Warum? Erziehen wir nicht in jedem neuen Zeitalter wieder Söhne zu Männern heran, die einfach keine Mutter ersetzen können? Mutti ist die Beste? Mutti macht das schon für dich! Entwickeln wir Frauen uns dahingehend nicht weiter, dass wir nach wie vor glauben, wir müssen unsere Jungs zu ganzen Kerlen erziehen? Diesen Kerlen, die wir als Frau verabscheuen, weil sie später kein einziges weibliches Attribut auf die Reihe bekommen? Eine gefährliche Bredouille in die wir uns manövrieren, denn vögeln soll uns gefälligst ein ganzer Kerl, doch als Vater unserer Kinder muss er am besten sein wie wir. Nur den Staub wedelnden Superdaddy, der am Sonntag Kuchen backt, wollen wir dann nicht mehr so wirklich bespringen. Es sei denn, er macht nebenbei noch die Superkarriere. Funktioniert das? Gibt es das?

© Sunny Möller